Seit
über drei Jahren ist die Technologie für die Übertragung von Sprache auf
Basis des Internet-Protokolls in Deutschland auf dem Markt. Doch noch immer gibt
es Verwirrung hinsichtlich der verwendeten Terminologien.
Die
Begriffe „Internet-Telefonie“, „Voice-over-IP (VoIP)“ und „IP-Telefonie“
werden häufig fälschlicherweise synonym verwendet.
„Internet-Telefonie“
bezieht sich auf die Übertragung von Sprache über das öffentliche Internet.
Dies ist technisch machbar, die Sprachqualität ist aber zu wenig konsistent, um
in Geschäftsumgebungen eingesetzt zu werden. „VoIP“ bezeichnet grundsätzlich
die Umwandlung eines Sprachsignals in ein IP-Paket und steht darüber hinaus für
die seit langem übliche Vernetzung von traditionellen TK-Systemen über
IPGateways (auch toll bypass genannt). Bei „IP-Telefonie“ werden sowohl die
Telefonie selbst (call processing) als auch alle mit ihr verbundenen
Applikationen (CTI, Unified Messaging, XML) als zentraler, standortunabhängiger
Service auf dem vorhandenen Datennetz (LAN/WAN) zur Verfügung gestellt. Quality
of Service (QoS) sichert dabei eine gleich bleibend hohe Sprachqualität, die
der von „klassischen“ Telefonanlagen entspricht. Durch die Offenheit des
Internet-Protokolls können zusätzlich produktivitätssteigernde Anwendungen
eingerichtet werden, die nur mit einem solchen standardbasierenden Ansatz möglich
sind.
Der
Markt wächst
Wie
sieht der Markt für IP-Telefonie in Deutschland aus? Die Analysten von
TechConsult prognostizieren auf Basis ihrer Studie „IP-Telefonie in deutschen
Unternehmen, Organisationen und Verwaltungen“ für den Zeitraum bis 2004 ein
durchschnittliches jährliches Wachstum von 13,7 Prozent. Der Markt wächst von
60 Millionen Euro in diesem Jahr auf 76 Millionen Euro in 2004. Bis dahin planen
14 Prozent der befragten Unternehmen eine IPTelefonie-Lösung einzuführen.
Knapp die Hälfte dieser Gruppe (46 %) will die Technologie bereits im nächsten
Jahr einsetzen. Als stärkste Motive für die Einführung der IP-Telefonie in
ihrem Unternehmen nennen die Entscheidungsträger die geringeren Betriebskosten
und die größere Flexibilität der Technologie.
Die
Vorteile liegen auf der Hand
41
Prozent der Befragten gaben in der TechConsult-Studie an, dass ihnen spontan
Vorteile der IP-Telefonie bekannt sind. Die Integration von Daten- und
Telefonienetz zu einer konvergenten Kommunikationsplattform wird dabei am häufigsten
genannt (39 %). Darauf folgen die Verringerung der Betriebskosten und die
Flexibilität der Technologie (jeweils 15 %), die Verringerung der
Verbindungsentgelte (14 Prozent) sowie zusätzliche Anwendungen zur Verbesserung
der Produktivität von Mitarbeitern (13 %). Bei vorgegebenen Antwortmöglichkeiten
führen Flexibilität (57 %), zusätzliche Applikationen (55 %) und die
Verringerung der Verbindungs-entgelte (54 %) die Liste der Vorteile an. Die
Verringerung der Betriebskosten durch Konsolidierung der Kommunikationsnetze zu
einem konvergenten Netz für Sprache, Video und Daten nennen 40 Prozent der
Quelle:
www.cisco.at/prospekte/download/ Gute_Gruende_fuer_IP_Telefonie_0303.pdf